Kicker 43DSC504 vs. JBL Stage2 524 – 13cm (5,25") Koaxial-Lautsprecher im Vergleich
Einleitung
13-Zentimeter-Koaxiallautsprecher – auch als 5,25-Zoll-Breitbandlautsprecher bekannt – sind die mit Abstand häufigste Einbaugröße in deutschen Fahrzeugen. VW Golf, Audi A3, BMW 3er, Mercedes C-Klasse, Ford Focus und Opel Astra: Sie alle verlassen das Werk ab Werk mit 13-cm-Lautsprechern in den Türen. Wer den Sound seines Wagens verbessern möchte, ohne aufwendige Türumbauten oder Verstärker-Installationen durchzuführen, landet fast automatisch in dieser Kategorie.
Mit dem Kicker 43DSC504 und dem JBL Stage2 524 treffen zwei der bekanntesten Car-Audio-Marken aufeinander. Kicker – gegründet 1973 in Oklahoma, USA – ist eine Ikone der amerikanischen Car-Hifi-Szene und vor allem für Subwoofer und Hochleistungs-Endstufen berühmt. Mit der DSC-Serie bedient das Unternehmen die Einstiegsklasse: solide Technik zum fairen Preis, Made in the USA. JBL hingegen gehört zur Harman-Gruppe (Samsung) und ist weltweit die etabliertere Marke – vom Heimkino über professionelle PA-Anlagen bis zur Stage2-Automobil-Serie liefert JBL seit Jahrzehnten verlässliche Qualität in jeder Preisklasse.
Dieser Vergleich stellt beide 13-cm-Koaxiallautsprecher auf den Prüfstand. Wir vergleichen die korrigierten technischen Daten, analysieren Klangunterschiede, Verarbeitungsqualität, Einbaufreundlichkeit und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Am Ende gibt es eine klare Kaufempfehlung – abgestimmt auf dein Fahrzeug, dein Budget und deine Ansprüche. Die ursprüngliche Recherche enthielt sieben fehlerhafte Spezifikationen zum Kicker, die durch Abgleich mit den offiziellen Kicker.com-Daten korrigiert wurden – dieser Artikel arbeitet ausschließlich mit den geprüften und korrigierten Werten.
Technische Daten im Vergleich
| Eigenschaft | Kicker 43DSC504 | JBL Stage2 524 |
|---|---|---|
| Preis (Amazon DE) | 48,78 € | 41,72 € |
| Preisdifferenz | +7,06 € (16,9 %) | — (Basiskosten) |
| Belastbarkeit RMS | 50 Watt | 35–50 Watt (variiert) |
| Belastbarkeit Peak | 200 Watt (CTA-2031) | 210–400 Watt (widersprüchlich) |
| Impedanz | 4 Ohm | 4 Ohm |
| Sensitivität (1W/1m) | 90 dB | 89 dB |
| Frequenzgang | 45–20.000 Hz | 55–20.000 Hz |
| Hochtöner-Typ | PEI Balanced Dome (13 mm) | PEI Balanced Dome (13 mm) |
| Membranmaterial | Polypropylen (Standard) | Plus One™ Polypropylen |
| Sickenmaterial | Polyester-Schaumstoff | Gummi |
| Einbautiefe (Top Mount) | 45 mm | 50–54 mm |
| Einbauausschnitt | 115 mm | 115–121 mm |
| Gitter im Lieferumfang | ✅ Ja | ❌ Nein |
| Gewicht (Paar) | ~0,9 kg | ~0,8 kg |
| Garantie | 2 Jahre (autor. Händler) | Standard JBL |
Datenquellen: Offizielle Spezifikationen von Kicker.com (korrigiert) und Amazon-Produktseiten (JBL). Die widersprüchlichen Peak-Angaben des JBL (210–400 Watt je nach Quelle) sind im Artikel thematisiert.
Klangvergleich: Wer klingt besser?
Beide Lautsprecher setzen auf einen 13-mm-PEI-Balanced-Dome-Hochtöner (Polyether Imide). PEI ist ein hochtemperaturbeständiger Kunststoff, der sich durch eine ausgewogene Wiedergabe auszeichnet – weder überbetont hell wie manche Metallkalotten, noch zu dumpf wie einfache Papier-Hochtöner. Da beide Kontrahenten hier auf identische Technologie setzen, gibt es im Hochtonbereich keine technische Differenzierung. Kaufentscheidend sind daher die Unterschiede in Membran, Sicke und Schwingspule.
Plus One™ vs. EVC – zwei Philosophien
Der JBL Stage2 524 setzt auf JBLs bewährte Plus One™-Technologie. Dahinter verbirgt sich ein Konus, der bei gleichem Rahmendurchmesser rund 12 Prozent mehr Membranfläche bietet als ein herkömmlicher 13-cm-Lautsprecher. Das bedeutet: Mehr Luft wird bewegt, was sich in einem satteren Mitteltonbereich und druckvollerem Bass hörbar niederschlägt. Gerade bei tiefen Mitten – der Übergang von Türlautsprecher zu Subwoofer – spielt der JBL seine Flächenüberlegenheit aus. Die Membran selbst besteht aus einem speziellen Polypropylen-Verbund, der leicht und steif zugleich ist.
Der Kicker 43DSC504 kontert mit der EVC-Technologie (Extended Voice Coil). Hier ist die Schwingspule länger als üblich ausgeführt, wodurch eine größere Fläche der Schwingspule im Magnetfeld bleibt – auch bei hohen Auslenkungen. Das Ergebnis ist eine bessere Kühlung und geringere thermische Kompression bei höheren Lautstärken. Kickers Polypropylen-Membran ist Standardausführung ohne Glasfaserverstärkung – solide, aber technisch nicht auf dem Niveau des JBL-Plus-One-Konus.
Sickenmaterial und Frequenzgang
Ein oft unterschätzter Faktor ist das Sickenmaterial. Kicker verwendet eine Polyester-Schaumstoffsicke, die für eine gute mechanische Dämpfung sorgt und den Lautsprecher akustisch „weicher” macht. Der Nachteil: Schaumstoff altert schneller als Gummi, insbesondere unter UV-Einstrahlung und bei Temperaturschwankungen. JBL setzt auf eine Gummisicke, die nicht nur langlebiger ist, sondern auch linearere Hub-Bewegungen ermöglicht – das kommt der Präzision im Bass- und Mitteltonbereich zugute.
Im Frequenzgang zeigt sich ein interessantes Bild: Der Kicker gibt mit 45 Hz bis 20 kHz einen theoretisch tieferen Bass an als der JBL mit 55 Hz bis 20 kHz. Die 10 Hz Differenz sind messbar, aber im realen Fahrbetrieb – mit Motor- und Straßengeräuschen sowie der geschlossenen Tür als Gehäuse – nur bedingt hörbar. Der JBL kompensiert diesen scheinbaren Nachteil durch seine größere Membranfläche, die in der Praxis einen satteren und druckvolleren Mittelbass liefert als der Kicker.
Sensitivität – der eine Dezibel Unterschied
Der Kicker gibt eine Sensitivität von 90 dB (1W/1m) an, der JBL 89 dB. Das bedeutet: Bei gleicher Verstärkerleistung spielt der Kicker minimal lauter. Ein Dezibel Unterschied ist für das menschliche Ohr jedoch kaum wahrnehmbar – erst ab etwa 3 dB Differenz wird ein Lautstärkeunterschied als „deutlich lauter” empfunden. An einer Werksradio-Headunit ohne externe Endstufe spielt dieser Wert eine untergeordnete Rolle, da beide Lautsprecher mit 89–90 dB Sensitivität effizient genug sind, um auch mit 15–20 Watt Clean-Sine-Leistung ordentlich Pegel zu liefern.
Verarbeitung und Haltbarkeit
Bei der Verarbeitungsqualität gehen die Meinungen auseinander – die Messlatte liegt hier nicht nur am ersten Eindruck, sondern vor allem an der Langzeitbeständigkeit unter den rauen Bedingungen im Auto. Temperaturschwankungen von −20 °C im Winter bis +80 °C im geschlossenen Fahrzeuginnenraum im Sommer, UV-Einstrahlung, Feuchtigkeit und Vibrationen fordern jeden Autolautsprecher.
Gummisicke (JBL) vs. Schaumstoffsicke (Kicker)
Der entscheidende Unterschied in der Verarbeitungsqualität liegt im Sickenmaterial. Kickers Polyester-Schaumstoffsicke altert nachweislich schneller als Gummi – nach 5 bis 8 Jahren kann Schaumstoff porös werden, insbesondere bei starker UV-Einstrahlung in Cabrios oder Fahrzeugen mit großen Glasflächen. Die Schaumstoffsicke hat akustische Vorteile (gute Dämpfung, leichte Membranführung), erkauft sich diese aber mit einer begrenzten Lebensdauer.
JBL verbaut eine Gummisicke, die gegenüber Umwelteinflüssen deutlich resistenter ist. Gummi bleibt auch nach Jahren elastisch, reißt nicht ein und verändert seine mechanischen Eigenschaften kaum – selbst unter extremer Hitze oder Dauerfeuchtigkeit. JBL unterzieht seine Stage2-Serie speziellen automobilen Umwelttests (Temperaturwechsel, UV-Bestrahlung, Feuchtigkeitskammer), die eine gleichbleibende Performance über die gesamte Fahrzeuglebensdauer sicherstellen sollen.
Korb, Magnet und Membran
Beide Lautsprecher verwenden einen Stahlkorb – Standard in dieser Preisklasse, aber robust genug für den täglichen Einsatz. Kicker setzt beim Hochtöner auf einen Neodym-Magneten, der kompakter und leichter ist als herkömmliche Ferrit-Magnete. Neodym ermöglicht eine flachere Bauweise des Hochtöners, was zur geringen Gesamteinbautiefe des Kicker beiträgt. Klanglich ist der Unterschied zwischen Neodym und Ferrit im Betrieb vernachlässigbar – beide liefern ein ausreichend starkes Magnetfeld für den kleinen 13-mm-Hochtöner.
Der JBL punktet mit dem Plus One™-Konus, der nicht nur klangliche Vorteile bietet, sondern auch durch sein geringes Membrangewicht eine hohe Impulstreue ermöglicht. Die Membran selbst besteht aus einem JBL-eigenen Polypropylen-Verbund, der auf Langlebigkeit optimiert ist. Beide Hersteller bieten eine solide Verarbeitung für die Einstiegsklasse, aber JBL setzt mit der Gummisicke und den automobilen Umwelttests den Standard für Langlebigkeit.
Garantie
Kicker gewährt 2 Jahre Garantie bei Kauf von autorisierten Händlern. JBLs Garantiebedingungen sind herstellertypisch – in der EU greift die gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren, wobei JBL als Harman-Marke (Samsung) einen etablierten Kundendienst bietet. Ein echter Unterschied in der Garantiepolitik besteht nicht – beide Marken stehen hinter ihren Produkten im gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen.
Einbau und Installation
Der Einbau ist für viele Selbstschrauber das Nadelöhr: Passt der Lautsprecher überhaupt in die Tür? Bei 13-cm-Koaxiallautsprechern sind die Toleranzen eng, und schon wenige Millimeter entscheiden über Kompatibilität oder aufwendige Adapterlösungen.
Einbautiefe – der entscheidende Millimeter
Der Kicker 43DSC504 ist mit einer Top-Mount-Tiefe von 45 mm extrem flach. Das ist ein herausragender Wert – kaum ein 13-cm-Koaxiallautsprecher auf dem Markt kommt mit weniger Bautiefe aus. Der Kicker passt damit in praktisch jede serienmäßige Einbauposition, selbst in Fahrzeuge mit sehr flachen Türpockets wie dem VW Golf IV, V und VI, dem Audi A3 8P, dem BMW E46 oder dem Ford Fiesta ab Baujahr 2009. Wer schon einmal versucht hat, nachgerüstete Lautsprecher in einen VW Golf IV zu zwingen, weiß, wie wertvoll jeder eingesparte Millimeter ist.
Der JBL Stage2 524 benötigt mit 50–54 mm Top-Mount-Tiefe deutlich mehr Platz. In den meisten Fahrzeugen ab Baujahr 2000 ist das ausreichend – die serienmäßigen Einbautaschen in deutschen Mittelklassewagen sind meist 55–65 mm tief. In Fahrzeugen mit knapp bemessenen Türtaschen (VW Golf IV: ca. 52 mm, Smart ForTwo, Fiat 500) kann der JBL jedoch an die Grenzen stoßen oder benötigt Distanzringe. Vor dem Kauf des JBL ist eine Tiefenprüfung des Einbauorts dringend zu empfehlen.
Einbauausschnitt
Beim Ausschnittdurchmesser liegen beide nah beieinander: Der Kicker benötigt 115 mm, der JBL 115–121 mm – letzterer hat durch den Plus One™-Konus einen etwas großzügigeren Rahmen, der in manchen Fahrzeugen knapp werden kann. In den allermeisten Fällen sind aber beide Lautsprecher mit handelsüblichen Adapterringen (PASS-Systemen) montierbar, die es für jedes Fahrzeugmodell gibt. 13 cm ist die mit Abstand am häufigsten adaptierte Größe – entsprechend breit ist das Zubehörangebot für nahezu jedes Fahrzeug.
Gitter – ein unterschätzter Faktor
Hier zeigt sich ein überraschender Unterschied: Der Kicker wird inklusive Schutzgittern ausgeliefert, der JBL nicht. Dieses Detail ist besonders wichtig, wenn die Lautsprecher in Türen ohne werkseitige Abdeckung eingebaut werden oder wenn Kinder im Fahrzeug mitgeführt werden. Ein versehentlicher Tritt gegen den unprotecteden Hochtöner des JBL kann diesen irreparabel beschädigen. Nachgerüstete Universalgitter kosten je nach Qualität 10–25 € pro Paar – ein Kostenpunkt, der beim Preisvergleich oft übersehen wird.
Für den Einbau in Fahrzeuge mit serienmäßigen Türverkleidungen und vorhandenen Lautsprecherabdeckungen (die meisten VW, Audi, BMW, Mercedes ab Baujahr 2000) ist die Gittermittnahme weniger kritisch – hier sind die Lautsprecher ohnehin durch die Türverkleidung geschützt. Wer jedoch einen älteren Kleinwagen oder ein Fahrzeug ohne Türverkleidungs-Lautsprechergitter umrüstet, sollte den Kicker wegen der mitgelieferten Gitter bevorzugen oder beim JBL den Gitter-Nachkauf einplanen.
Preis-Leistungs-Verhältnis
Der Preisunterschied zwischen beiden Kontrahenten ist mit 7,06 Euro deutlich: 48,78 € für den Kicker 43DSC504 vs. 41,72 € für den JBL Stage2 524 – das entspricht einem Aufpreis von 16,9 Prozent für den Kicker. Die Frage ist: Bekommt man für die 7 Euro Mehrpreis auch sieben Euro Mehrwert?
| Kostenfaktor | Kicker 43DSC504 | JBL Stage2 524 |
|---|---|---|
| Kaufpreis | 48,78 € | 41,72 € |
| Gitter (falls benötigt) | 0 € (enthalten) | 10–25 € Nachkauf |
| Adapterringe (falls nötig) | 10–20 € | 10–20 € |
| Gesamtkosten (mit Gitter-Nachkauf) | 58,78–68,78 € | 61,72–86,72 € |
Betrachtet man nur den reinen Kaufpreis, ist der JBL klar günstiger – bei objektiv besserer Verarbeitung (Gummisicke) und vergleichbarer Klangqualität (Plus One™-Vorteil vs. EVC-Kühlung). Wer jedoch Gitter benötigt, muss beim JBL mit Mehrkosten von 10–25 € rechnen. Dann relativiert sich der Preisvorteil: Die Gesamtkosten inklusive nachgekaufter Gitter liegen beim JBL mit ca. 52–67 € schnell über denen des Kicker inklusive Serien-Gitter.
Langzeit-Wertbetrachtung
Die Gummisicke des JBL sorgt für eine längere Lebensdauer – bei durchschnittlicher Fahrzeugnutzung (10–15 Jahre) ist die Wahrscheinlichkeit eines Sickenversagens beim JBL deutlich geringer als beim Kicker mit seiner Schaumstoffsicke. Wer also plant, sein Auto langfristig zu fahren, spart beim JBL nicht nur 7 Euro Kaufpreis, sondern vermeidet auch potenzielle Reparatur- oder Austauschkosten in der Zukunft. Der Kicker rechtfertigt seinen Mehrpreis durch die mitgelieferten Gitter (10–25 € Wert), die flachere Bauweise (keine Adapter-Distanzringe nötig in engen Türen) und die höhere Sensitivität – aber diese Vorteile sind nur in bestimmten Einbauszenarien relevant.
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Fazit und Kaufempfehlung
Nach eingehender Prüfung aller korrigierten technischen Daten, Klangeigenschaften, Verarbeitungsmerkmale und des Preis-Leistungs-Verhältnisses steht das Ergebnis fest: Der JBL Stage2 524 gewinnt diesen Vergleich mit 35:34 Punkten. Es ist ein extrem knappes Rennen – nur ein Punkt Unterschied trennt die beiden Kontrahenten – aber die Entscheidung ist klar und nachvollziehbar.
| Kategorie | Kicker 43DSC504 | JBL Stage2 524 |
|---|---|---|
| Klang | 7/10 | 7/10 |
| Verarbeitung | 6/10 | 8/10 |
| Preis-Leistung | 7/10 | 9/10 |
| Einbau | 9/10 | 6/10 |
| Features | 5/10 | 5/10 |
| Gesamt | 34/50 | 35/50 |
Der JBL siegt durch seine langlebigere Gummisicke, den innovativen Plus One™-Konus (mehr Membranfläche für satteren Klang) und vor allem durch seinen deutlich günstigeren Preis (41,72 € vs. 48,78 €). Die 7 Euro Ersparnis bei gleichzeitig besserer Verarbeitungsqualität machen den JBL zum wertigeren Gesamtpaket.
Der Kicker behält jedoch in spezifischen Szenarien die Oberhand – und zwar dann, wenn die Einbausituation es erfordert.
Kicker 43DSC504 kaufen, wenn …
- Deine Fahrzeugtüren weniger als 50 mm Einbautiefe bieten (VW Golf IV–VI, Audi A3 8P, BMW E46, Smart, Fiat 500)
- Du Schutzgitter benötigst (Kicker liefert sie mit, JBL nicht)
- Du ohne Verstärker an der Werks-Headunit betreibst (90 dB Sensitivität bringen einen minimalen Lautstärkevorteil)
- Du die Marke Kicker bevorzugst oder ein Fan der amerikanischen Car-Audio-Kultur bist
JBL Stage2 524 kaufen, wenn …
- Dein Budget knapp ist (7 Euro günstiger bei besserer Verarbeitung)
- Deine Fahrzeugtüren ausreichend Einbautiefe bieten (ab 55 mm)
- Du ein Cabrio oder ein Fahrzeug ohne Türinnenverkleidung fährst (Gummisicke ist UV- und hitzebeständiger)
- Du Wert auf Langlebigkeit legst und den Lautsprecher nicht in 5 Jahren tauschen möchtest
- Du sofort lieferfähig kaufen möchtest (Kicker hat laut Analyse nur noch 8 Stück auf Lager)
Tiebreaker
Extrem knapper Einbauplatz (unter 50 mm) oder Gitter zwingend erforderlich → Kicker 43DSC504. In allen anderen Fällen → JBL Stage2 524.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welcher Lautsprecher ist lauter?
Der Kicker 43DSC504 hat mit 90 dB eine um 1 dB höhere Sensitivität als der JBL (89 dB). Das bedeutet, dass der Kicker bei gleicher Verstärkerleistung minimal lauter spielt. In der Praxis ist dieser Unterschied jedoch kaum hörbar – erst ab etwa 3 dB Differenz wird ein Lautstärkeunterschied als „deutlich lauter” wahrgenommen. Beide Lautsprecher sind effizient genug, um auch an einer serienmäßigen Headunit ohne Verstärker ordentliche Lautstärke zu erreichen.
Passen die Lautsprecher in meinen VW Golf?
Für den VW Golf IV, V und VI ist der Kicker 43DSC504 mit nur 45 mm Einbautiefe die sicherere Wahl – die serienmäßigen Türpockets im Golf IV sind sehr flach (ca. 52 mm). Der JBL Stage2 524 mit 50–54 mm Einbautiefe kann im Golf IV ebenfalls passen, benötigt aber unter Umständen Distanzringe. Für VW Golf VII und VIII ist der Einbau beider Modelle unproblematisch. In jedem Fall empfehlen wir fahrzeugspezifische Adapterringe (PASS-Systeme), die es für alle Golf-Baureihen ab ca. 10 € gibt.
Brauche ich einen Verstärker für diese Lautsprecher?
Nein, zwingend nicht. Beide Lautsprecher haben mit 89–90 dB eine hohe Sensitivität und spielen auch an serienmäßigen Werksradios sauber. Ein Verstärker (auch eine kleine 4-Kanal-Endstufe mit 4×50 Watt) holt jedoch deutlich mehr Klangqualität aus beiden Lautsprechern heraus – insbesondere bei höheren Lautstärken und in der Basswiedergabe. Die EVC-Schwingspule des Kicker profitiert besonders von einer sauberen Verstärkerleistung, da sie thermisch stabiler ist. Für den Erstbetrieb reicht die Headunit aber völlig aus.
Welcher Lautsprecher hält länger?
Der JBL Stage2 524. Der entscheidende Faktor ist die Gummisicke des JBL, die deutlich widerstandsfähiger gegen UV-Strahlung, Hitze, Kälte und Feuchtigkeit ist als die Polyester-Schaumstoffsicke des Kicker. Während die Kicker-Sicke nach 5–8 Jahren porös werden kann (insbesondere bei Cabrios oder starker Sonneneinstrahlung), hält die JBL-Gummisicke in der Regel 15+ Jahre. Wer sein Auto langfristig fährt, fährt mit dem JBL haltbarer.
Sind Gitter im Lieferumfang enthalten?
Der Kicker 43DSC504 wird inklusive Schutzgittern ausgeliefert – ein wichtiges Detail, das in der ursprünglichen Recherche falsch erfasst wurde. Der JBL Stage2 524 wird ohne Gitter geliefert. Wer den JBL in einer Tür ohne werkseitige Lautsprecherabdeckung verbaut, sollte Universal-Schutzgitter nachkaufen (ca. 10–25 € pro Paar). Bei Fahrzeugen mit serienmäßigen Türverkleidungen, die die Lautsprecher abdecken, ist der Gitter-Nachkauf nicht erforderlich.
Einzelspezifikationen
Kicker 43DSC504
| Spezifikation | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Typ | 2-Wege Koaxial-Lautsprecher | Kicker.com |
| Größe | 13 cm (5,25 Zoll) | Kicker.com |
| Belastbarkeit RMS | 50 Watt | Kicker.com |
| Belastbarkeit Peak | 200 Watt (CTA-2031) | Kicker.com |
| Impedanz | 4 Ohm | Kicker.com |
| Sensitivität | 90 dB (1W/1m) | Kicker.com |
| Frequenzgang | 45–20.000 Hz | Kicker.com |
| Hochtöner | 13 mm PEI Balanced Dome (Neodym-Magnet) | Kicker.com |
| Membranmaterial | Polypropylen (Standard) | Kicker.com |
| Sickenmaterial | Polyester-Schaumstoff | Kicker.com |
| Schwingspule | EVC (Extended Voice Coil) | Kicker.com |
| Top Mount Depth | 45 mm (1 ¾ Zoll) | Kicker.com |
| Bottom Mount Depth | 52 mm (2 1/16 Zoll) | Kicker.com |
| Einbauausschnitt | 115 mm (4 ½ Zoll) | Kicker.com |
| Gitter | Ja (im Lieferumfang) | Kicker.com |
| Garantie | 2 Jahre (autor. Händler) | Kicker.com |
| Gewicht | ca. 0,9 kg (Paar) | Amazon DE |
| Preis (Amazon DE) | 48,78 € | Amazon DE |
JBL Stage2 524
| Spezifikation | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Typ | 2-Wege Koaxial-Lautsprecher | Amazon DE |
| Größe | 13 cm (5,25 Zoll) | Amazon DE |
| Belastbarkeit RMS | 35–50 Watt (variiert je nach Quelle) | Amazon DE |
| Belastbarkeit Peak | 210–400 Watt (widersprüchlich) | Amazon DE/UK |
| Impedanz | 4 Ohm | Amazon DE |
| Sensitivität | 89 dB (1W/1m) | Amazon DE |
| Frequenzgang | 55–20.000 Hz | Amazon DE |
| Hochtöner | 13 mm PEI Balanced Dome | Amazon DE |
| Membranmaterial | Plus One™ Polypropylen-Verbund | Amazon DE |
| Sickenmaterial | Gummi | Amazon DE |
| Schwingspule | Standard | Amazon DE |
| Einbautiefe | 50–54 mm | Amazon DE |
| Einbauausschnitt | 115–121 mm | Amazon DE |
| Gitter | Nein (nicht im Lieferumfang) | Amazon DE |
| Umwelttests | JBL Automotive (Hitze, Kälte, Feuchte, UV) | JBL.com |
| Gewicht | ca. 0,8 kg (Paar) | Amazon DE |
| Preis (Amazon DE) | 41,72 € | Amazon DE |
Hinweis: Die JBL-Leistungsdaten sind widersprüchlich. Die RMS-Angabe schwankt zwischen 35 und 50 Watt, die Peak-Angabe zwischen 210 und 400 Watt je nach Quelle (Amazon DE, Amazon UK, Produktvideo). Im Artikel werden die konservativsten Werte referenziert. Eine offizielle Klarstellung durch JBL steht aus.

